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Kritische Betrachtungen über Naturwissenschaften, Alternativmedizin, Alltagsmythen, Parawissenschaften und Wissenschaft in den Medien
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12.
Mai
2012

Fehlschluss #21: Der Selektionsfehler

Geschrieben von Michael Hohner am 12. Mai 2012, 13:24:49 Uhr:

Zur Landtagswahl 2012 im Saarland machte Oskar Lafontaine eine etwas kuriose Bemerkung, sinngemäß:

Ich erwarte ein besseres Ergebnis für die LINKE als die Umfragen zeigen, weil viele Leute kein Festnetztelefon mehr haben.

Prompt handelte er sich damit ein paar Lacher im deutschen Comedy-TV ein. Aber tatsächlich war das Endergebnis für die LINKE durchgehend etwas besser als die letzten Umfragen vor der Wahl vermuten ließen. Noch deutlicher war der Unterschied bei der Piratenpartei, die wesentlich besser abschnitt als in den Umfragen, während z. B. die FDP deutlich weniger Stimmen bekam als die Meinungsforscher vorhersagten. Hatte Lafontaine also Recht, und was genau hat er gemeint?

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Kategorien: Fehlschlüsse · 0 Kommentare 

Zur Landtagswahl 2012 im Saarland machte Oskar Lafontaine eine etwas kuriose Bemerkung, sinngemäß: Ich erwarte ein besseres Ergebnis für die LINKE als die Umfragen zeigen, weil viele Leute kein Festnetztelefon mehr haben. Prompt handelte er sich damit ein paar Lacher im deutschen Comedy-TV ein. Aber tatsächlich war das Endergebnis für die LINKE durchgehend etwas besser als die letzten Umfragen vor der Wahl vermuten ließen. Noch deutlicher war der Unterschied bei der Piratenpartei, die wesentlich besser abschnitt als in den Umfragen, während z. B. die FDP deutlich weniger Stimmen bekam als die Meinungsforscher vorhersagten. Hatte Lafontaine also Recht, und was genau hat er gemeint?

30.
April
2012

Bullshit-Bingo Gentechnik

Geschrieben von Michael Hohner am 30. April 2012, 14:09:18 Uhr:

Wieder mal ein neues Bullshit-Bingo, diesmal zum Thema „Gentechnik”.

Und auch nochmal die Spielregeln: Die Teilnehmer bekommen je einen Ausdruck der Bingokarte unten (dafür werden bei jedem Neuladen dieser Seite die Schlagworte auch neu gemischt, damit nicht jeder die gleiche Karte hat!). Wenn über das Thema diskutiert wird und es fällt eines der genannten Schlagworte, dann streichen alle Mitspieler das betreffende Feld durch. Wenn sich eine vertikale, horizontale oder diagonale Reihe von 4 Feldern ergibt, dann steht der Mitspieler auf und ruft laut „Bullshit!” und hat gewonnen.

Patente auf Leben Gott spielen Chimäre unkalkulierbares Risiko
Unbedenklichkeit beweisen BASF unnatürlich Bienensterben
Selbstmorde in Indien Monsanto genfrei Frankenfood
Superunkraut Schöpfung völlig ungetestet Nulltoleranz

Kategorien: Gentechnik, Nur zum Spaß · 14 Kommentare 

Wieder mal ein neues Bullshit-Bingo, diesmal zum Thema „Gentechnik”. Und auch nochmal die Spielregeln: Die Teilnehmer bekommen je einen Ausdruck der Bingokarte unten (dafür werden bei jedem Neuladen dieser Seite die Schlagworte auch neu gemischt, damit nicht jeder die gleiche Karte hat!). Wenn über das Thema diskutiert wird und es fällt eines der genannten Schlagworte, dann streichen alle Mitspieler das betreffende Feld durch. Wenn sich eine vertikale, horizontale oder diagonale Reihe von 4 Feldern ergibt, dann steht der Mitspieler auf und ruft laut „Bullshit!” und hat gewonnen. genfrei unkalkulierbares Risiko Nulltoleranz Gott spielen Bienensterben unnatürlich Frankenfood Patente auf Leben Selbstmorde in Indien BASF Schöpfung völlig ungetestet Monsanto nicht beherrschbare Technologie Unbedenklichkeit beweisen Chimäre

14.
April
2012

7 Legenden der Homöopathie

Geschrieben von Michael Hohner am 14. April 2012, 12:24:34 Uhr:

Die „Woche der Homöopathie” geht zu Ende, und zum Abschluss nochmal die gängigsten Legenden der Homöopathie:

„Homöopathie ist Naturheilkunde”

Homöopathie wird gerne in einer Reihe mit Kräutermedizin, TCM, Akupunktur usw. genannt und dann als „Naturheilkunde” bezeichnet. Selbst wenn es so wäre, wäre das lediglich ein naturalistischer Fehlschluss. Aber selbst mit viel Wohlwollen kann man Homöopathie kaum als Naturheilkunde bezeichnen. Selbst Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, wollte ausdrücklich seine neue Erfindung nicht mit der Kräutermedizin gleichgesetzt sehen. Heute praktizierende Homöopathen protestieren dagegen eher im Stillen, denn dieses Missverständnis der Allgemeinheit spielt ihnen in die Karten.

Es werden zwar gerne Pflanzen und andere Naturprodukte in der Urtinktur verwendet, aber dies ist keinesfalls zwingend so. Im Grunde kann in der Homöopathie alles als Urtinktur dienen, was irgendein Symptom hervorruft. Also im Grunde alles. Da werden dann ganz gerne mal absonderliche Dinge verrieben, verschüttelt und verdünnt, wie z. B. Hundekot (Excrementum canum), Teile der Berliner Mauer (Murus Berlinensis), Röntgenstrahlen, komplette Schweineembryos (Embryo totalis suis), Plutonium (woher haben die bloß das Ausgangsmaterial?), Elektrosmog, eine totale Sonnenfinsternis, oder auch Nichts. Was in der Urtinktur mal enthalten war, ist aber gar nicht relevant, denn das fertige „Medikament” ist nur eine Verdünnung davon. Spätestens in hohen Verdünnungsstufen über D23 ist praktisch nichts mehr vom Ausgangsstoff übrig.

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Kategorien: Alternativmedizin, Homöopathie, Mythen · 4 Kommentare 

Die „Woche der Homöopathie” geht zu Ende, und zum Abschluss nochmal die gängigsten Legenden der Homöopathie: „Homöopathie ist Naturheilkunde” Homöopathie wird gerne in einer Reihe mit Kräutermedizin, TCM, Akupunktur usw. genannt und dann als „Naturheilkunde” bezeichnet. Selbst wenn es so wäre, wäre das lediglich ein naturalistischer Fehlschluss. Aber selbst mit viel Wohlwollen kann man Homöopathie kaum als Naturheilkunde bezeichnen. Selbst Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, wollte ausdrücklich seine neue Erfindung nicht mit der Kräutermedizin gleichgesetzt sehen. Heute praktizierende Homöopathen protestieren dagegen eher im Stillen, denn dieses Missverständnis der Allgemeinheit spielt ihnen in die Karten. Es werden zwar gerne Pflanzen und andere Naturprodukte in der Urtinktur verwendet, aber dies ist keinesfalls zwingend so. Im Grunde k...

12.
April
2012

Macht Homöopathie Kinder?

Geschrieben von Michael Hohner am 12. April 2012, 07:57:31 Uhr:

Wir befinden uns ja immer noch in der „Woche der Homöopathie”, also wollen wir mit der Bewusstseinsschaffung fortfahren. Bei der hierzulande von der VKHD promoteten Veranstaltung geht es in diesem Jahr um das Thema „Homöopathie bei unerfülltem Kinderwunsch”. Der VKHD schreibt dazu enthusiastisch:

Homöopathie kann, v.a. bei hormonellen und idiopathischen (ohne erkennbare) Ursachen der Unfruchtbarkeit, erfolgreich eingesetzt werden.

Hmm, „kann eingesetzt werden” ist Wieseldeutsch für „… muss aber nicht nachweislich helfen”.

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Kategorien: Alternativmedizin, Homöopathie · 2 Kommentare 

Wir befinden uns ja immer noch in der „Woche der Homöopathie”, also wollen wir mit der Bewusstseinsschaffung fortfahren. Bei der hierzulande von der VKHD promoteten Veranstaltung geht es in diesem Jahr um das Thema „Homöopathie bei unerfülltem Kinderwunsch”. Der VKHD schreibt dazu enthusiastisch: Homöopathie kann, v.a. bei hormonellen und idiopathischen (ohne erkennbare) Ursachen der Unfruchtbarkeit, erfolgreich eingesetzt werden. Hmm, „kann eingesetzt werden” ist Wieseldeutsch für „… muss aber nicht nachweislich helfen”.

10.
April
2012

Oscillococcinum - absurd im Quadrat

Geschrieben von Michael Hohner am 10. April 2012, 07:36:16 Uhr:

Quack, quack!

Vom 10. bis 16. April 2012 findet wieder einmal die „Woche der Homöopathie” statt, ausgerufen um das Bewusstsein für die Homöopathie zu steigern und aufzuklären. Bei diesem hehren Ansinnen wollen wir nicht hintanstehen und etwas zur homöopathischen Zubereitung namens „Oscillococcinum” erzählen:

Diese Zubereitung wurde am Anfang des letzten Jahrhunderts von Militärarzt Joseph Roy entwickelt, oder wie man normalerweise sagen würde, erfunden. Ihm fiel bei der Untersuchung von Erkrankten der Spanischen Grippe auf, dass man in Gewebe- und Flüssigkeitsproben unter dem Mikroskop kleine, zitternde Kügelchen erkennen konnte.

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Kategorien: Alternativmedizin, Homöopathie · 3 Kommentare 

Quack, quack! Vom 10. bis 16. April 2012 findet wieder einmal die „Woche der Homöopathie” statt, ausgerufen um das Bewusstsein für die Homöopathie zu steigern und aufzuklären. Bei diesem hehren Ansinnen wollen wir nicht hintanstehen und etwas zur homöopathischen Zubereitung namens „Oscillococcinum” erzählen: Diese Zubereitung wurde am Anfang des letzten Jahrhunderts von Militärarzt Joseph Roy entwickelt, oder wie man normalerweise sagen würde, erfunden. Ihm fiel bei der Untersuchung von Erkrankten der Spanischen Grippe auf, dass man in Gewebe- und Flüssigkeitsproben unter dem Mikroskop kleine, zitternde Kügelchen erkennen konnte.

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