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Kritische Betrachtungen über Naturwissenschaften, Alternativmedizin, Alltagsmythen, Parawissenschaften und Wissenschaft in den Medien
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Archiv für Kategorie „Grundlagen”

7.
März
2014

Über die qualifizierte Abwesenheit von Evidenz

Geschrieben von Michael Hohner am 7. März 2014, 09:26:00 Uhr:

Bei Diskussionen zwischen Theisten und kritischen Denkern landet man immer wieder ziemlich schnell bei der Frage, die all den Differenzen zu Grunde liegt: „existiert überhaupt ein Gott?”

Der kritische Denker wird dann darauf hinweisen, dass es seit tausenden Jahren trotz aller „Gottesbeweise” (die ohne Ausnahme scheiterten) nicht gelungen ist, die Existenz eines Gottes (oder sonstiger übernatürlicher Entitäten) nachzuweisen. Die Behauptung der Existenz muss demzufolge als widerlegt angesehen werden.

Der Theist wird dann argumentieren:

Ha! Abwesenheit von Evidenz ist aber nicht gleich Evidenz von Abwesenheit!

Der Theist hat im Grundsatz Recht: Von einem Fehlen von Evidenz für eine Sache kann man nicht zwingend auf eine Nichtexistenz einer Sache schließen. Der Theist glaubt, er hätte den kritischen Denker mit seinen eigenen Waffen geschlagen: „Du hast mit einem falschen Umkehrschluss argumentiert. Deine eigene Logik, auf die du so vertraust, hat dich widerlegt!”

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Kategorien: Alternativmedizin, Grundlagen, Religion, Skeptizismus · 6 Kommentare 

Bei Diskussionen zwischen Theisten und kritischen Denkern landet man immer wieder ziemlich schnell bei der Frage, die all den Differenzen zu Grunde liegt: „existiert überhaupt ein Gott?” Der kritische Denker wird dann darauf hinweisen, dass es seit tausenden Jahren trotz aller „Gottesbeweise” (die ohne Ausnahme scheiterten) nicht gelungen ist, die Existenz eines Gottes (oder sonstiger übernatürlicher Entitäten) nachzuweisen. Die Behauptung der Existenz muss demzufolge als widerlegt angesehen werden. Der Theist wird dann argumentieren: Ha! Abwesenheit von Evidenz ist aber nicht gleich Evidenz von Abwesenheit! Der Theist hat im Grundsatz Recht: Von einem Fehlen von Evidenz für eine Sache kann man nicht zwingend auf eine Nichtexistenz einer Sache schließen. Der Theist glaubt, er hätte den kritischen Denker mit seinen eigenen Waffen geschlagen: „Du hast mit ...

3.
Februar
2014

Fehlschluss #32: Der Nirvana-Fehlschluss

Geschrieben von Michael Hohner am 3. Februar 2014, 08:10:03 Uhr:

Der Nirvana-Fehlschluss ist ein spezielle Form des falschen Dilemmas. Dabei werden zwei Möglichkeiten miteinander verglichen, z. B. zwei Lösungen eines Problems. Die eine Möglichkeit ist realistisch, aber nicht perfekt, die zweite Möglichkeit ist perfekt, aber unrealistisch bis unmöglich. Daraufhin wird die realistische Möglichkeit abgelehnt, weil sie nicht perfekt ist. Es entsteht also eine scheinbar zwingende Entscheidung zwischen dem Nichtstun und der perfekten Lösung, und da die perfekte Lösung nicht machbar ist, wird das Nichtstun bevorzugt. Die Optionen dazwischen werden nicht in Betracht gezogen.

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Kategorien: Fehlschlüsse, Grundlagen · 0 Kommentare 

Der Nirvana-Fehlschluss ist ein spezielle Form des falschen Dilemmas. Dabei werden zwei Möglichkeiten miteinander verglichen, z. B. zwei Lösungen eines Problems. Die eine Möglichkeit ist realistisch, aber nicht perfekt, die zweite Möglichkeit ist perfekt, aber unrealistisch bis unmöglich. Daraufhin wird die realistische Möglichkeit abgelehnt, weil sie nicht perfekt ist. Es entsteht also eine scheinbar zwingende Entscheidung zwischen dem Nichtstun und der perfekten Lösung, und da die perfekte Lösung nicht machbar ist, wird das Nichtstun bevorzugt. Die Optionen dazwischen werden nicht in Betracht gezogen.

25.
Januar
2014

Fehlschluss #31: Pars pro toto

Geschrieben von Michael Hohner am 25. Januar 2014, 09:37:30 Uhr:

Der Fehlschluss Pars pro toto ist ein Spezialfall des Fehlschlusses der falschen Äquivalenz. Hier werden die Eigenschaften eines Teiles genommen und vorschnell auf das Ganze übertragen.

A hat die Eigenschaft X. B besteht aus A. Also hat B auch die Eigenschaft X.

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Kategorien: Fehlschlüsse, Grundlagen · 0 Kommentare 

Der Fehlschluss Pars pro toto ist ein Spezialfall des Fehlschlusses der falschen Äquivalenz. Hier werden die Eigenschaften eines Teiles genommen und vorschnell auf das Ganze übertragen. A hat die Eigenschaft X. B besteht aus A. Also hat B auch die Eigenschaft X.

26.
Juli
2013

Fehlschluss #30: Der Spieler-Fehlschluss

Geschrieben von Michael Hohner am 26. Juli 2013, 12:36:04 Uhr:

Dieser Fehlschluss hat eine Ähnlichkeit zum Lotterie-Fehlschluss, denn auch hier geht es um die Fehleinschätzung von Wahrscheinlichkeiten.

Beispiele:

Es kam beim Roulette jetzt schon fünfmal hintereinander „ungerade”, jetzt muss einfach mal „gerade” kommen, deshalb setze ich jetzt darauf.
Ich habe gerade schon eine 6 gewürfelt, die kommt bestimmt nicht gleich nochmal, deswegen setze ich auf eine andere Zahl.

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Kategorien: Fehlschlüsse, Grundlagen · 3 Kommentare 

Dieser Fehlschluss hat eine Ähnlichkeit zum Lotterie-Fehlschluss, denn auch hier geht es um die Fehleinschätzung von Wahrscheinlichkeiten. Beispiele: Es kam beim Roulette jetzt schon fünfmal hintereinander „ungerade”, jetzt muss einfach mal „gerade” kommen, deshalb setze ich jetzt darauf. Ich habe gerade schon eine 6 gewürfelt, die kommt bestimmt nicht gleich nochmal, deswegen setze ich auf eine andere Zahl.

26.
März
2013

Fehlschluss #29: Das Argument der schiefen Ebene, Dammbruchargument

Geschrieben von Michael Hohner am 26. März 2013, 07:49:55 Uhr:

Das Argument der schiefen Ebene (Slippery Slope) scheint momentan Hochkonjunktur zu haben. Bei der aktuellen Diskussion um die Homoehe hört man nicht selten folgendes Argument:

Wenn Schwule heiraten dürfen, dann müssen wir auch Leute ihre Haustiere heiraten lassen, oder ihr Auto, und dann bricht die Gesellschaft zusammen.
Oder allgemeiner:
Wenn A, dann auch automatisch B, und dann C, und dann D, usw., und dann sind wir da, wo wir gar nicht hinwollen.

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Kategorien: Fehlschlüsse, Grundlagen · 8 Kommentare 

Das Argument der schiefen Ebene (Slippery Slope) scheint momentan Hochkonjunktur zu haben. Bei der aktuellen Diskussion um die Homoehe hört man nicht selten folgendes Argument: Wenn Schwule heiraten dürfen, dann müssen wir auch Leute ihre Haustiere heiraten lassen, oder ihr Auto, und dann bricht die Gesellschaft zusammen. Oder allgemeiner: Wenn A, dann auch automatisch B, und dann C, und dann D, usw., und dann sind wir da, wo wir gar nicht hinwollen.

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