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Februar 2010 Petition für „Libel Reform” in EnglandGeschrieben von Michael Hohner am 12. Februar 2010, 21:18:03 Uhr: Seit heute findet man rechts unten ein „Bapperl” für die Kampagne zur Reformierung der Gesetze für Verleumdungsklagen in England. Diese Gesetze werden immer häufiger verwendet, um kritische Journalisten, Autoren und Wissenschaftler durch Klagen vor englischen Gerichten mundtod zu machen. Ein Leser eines deutschen Blogs mag sich hier die Frage stellen, warum ein englisches Gesetz außerhalb von England überhaupt von Interesse ist. Die Antworten darauf zeigen, wie ungewöhnlich und problematisch diese Gesetze auch für nicht-Engländer sind.
Dienten diese Gesetze ursprünglich der Verteidigung des Ansehens einer Person, werden sie heute de facto dazu verwendet, Kritiker mundtod zu machen und Geld durch Verleumdungsklagen zu verdienen. Es ist ein regelrechter Verleumdungsklagentourismus entstanden, London ist die Verleumdungsklagenhauptstadt der Welt. Für einen Kläger mit Geld ist es einfach, eine Klage anzustreben und die Verteidigung alleine dem Angeklagten aufzubürden. Der Angeklagte ist durch die hohen Kosten selbst einer erfolgreichen Verteidigung fast immer gezwungen, klein beizugeben und lieber die Kosten eines Vergleichs zu akzeptieren. 90% der Verfahren werden heute von den Klägern gewonnen. Sogar die UN-Menschenrechtskommission hat diese Gesetzgebung schon angemahnt: Practical application of the law of libel has served to discourage critical media reporting on matters of serious public interest, adversely affecting the ability of scholars and journalists to publish their work. Aktuelles und prominentes Opfer dieser Gesetzgebung ist der Autor und Journalist Simon Singh. Es wurde 2008 von der britischen Chiropraktikervereinigung verklagt für die Aussage, dass diese nur scheinbar wirksame Verfahren propagiere.[1] Durch eine Gesetzesreform soll das Gleichgewicht zwischen den Interessen von Einzelnen und dem Recht auf freie Meinungsäußerung wiederhergestellt werden. Die wichtigsten Forderungen der Kampagne sind:
Eine Vielzahl von Parlamentsmitgliedern hat bereits die Unterstützung der Kampagne zugesagt. Dennoch sind 100000 Unterzeichner der Petition nötig, um die Reformen im Parlament anzustoßen. Bitte klicken Sie unten auf das Logo und unterstützen Sie die Kampagne durch Unterzeichnen der Petition. Es kann auch Sie treffen! Kategorien: Politik
Seit heute findet man rechts unten ein „Bapperl” für die Kampagne zur Reformierung der Gesetze für Verleumdungsklagen in England. Diese Gesetze werden immer häufiger verwendet, um kritische Journalisten, Autoren und Wissenschaftler durch Klagen vor englischen Gerichten mundtod zu machen.
Ein Leser eines deutschen Blogs mag sich hier die Frage stellen, warum ein englisches Gesetz außerhalb von England überhaupt von Interesse ist. Die Antworten darauf zeigen, wie ungewöhnlich und problematisch diese Gesetze auch für nicht-Engländer sind.
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